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Handel im Wandel: ein Abend voller Austausch, Mut & Gemeinschaft

Rund 60 Händler:innen, Gastronom:innen, Dienstleister:innen und interessierte Stadtgestalter:innen trafen sich am 17. Juli wieder zum TWG Special: Handel im Wandel – und schufen Raum für ehrliche Einblicke, kreative Impulse und echte gemeinsame Visionen für die Augsburger Innenstadt.

Anne Matern (NETZ & WERK) eröffnete gemeinsam mit Cornelia Böhm (Augsburg Marketing) und Franziska Behrenz (IHK Schwaben) den Abend – mit dem klaren Bekenntnis: Wir wollen den Wandel in Handel und Gastro nicht nur verstehen, sondern aktiv und miteinander gestalten.

Zwischen Gefühl und Realität

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Schon in der ersten Feedback-Runde wurde deutlich: Viele Händler:innen spüren einen Rückgang der Umsätze und der Kauflaune in der Stadt. Leerstände wirken unbequem präsent. Doch Ivo Hartmann von der Wirtschaftsförderung der Stadt Augsburg beruhigte: Die tatsächlichen Zahlen zeigen, dass der gefühlte Leerstand nicht mit der Realität übereinstimmt – viele Flächen werden bereits umgebaut oder bald neu geöffnet. Hoffnung also inklusive.

Mutige Stimmen aus Handel & Gastro bei der Podiumsdiskussion

Im Podium berichteten Klaus Zwiebel (Modehaus Eckerle), Anne Kuhbier (Tölzer Kasladen) und Bianca Schweiger (Café Flora) – begleitet von Stimmen aus Augsburg Marketing und IHK:

Cornelia Böhm eröffnete die Runde: „Wir bieten ein facettenreiches Potpourri an vielen Veranstaltungen in der Augsburger Innenstadt, welches stetig weiterwächst und die verschiedensten Zielgruppen anspricht. Bürger:innen und Besucher:innen sind herzlich eingeladen, die Innenstadt neu zu erleben. Gerade im Zusammenspiel mit den Events – und darüber hinaus – bietet Augsburg ein großartiges Einkaufserlebnis.“

Dennoch: Viele Menschen sind in der Stadt – aber gehen nicht in die Läden. Klaus Zwiebel stellte fest, dass die Frequenz in der Stadt nicht gleich der Frequenz im Laden entspricht. Man muss sich schon etwas einfallen lassen, um die Leute ins Geschäft zu locken. Für ihn bieten die beste Werbung und Events seine Mitarbeiter selbst. Die Gespräche und Beratungen machen doch das Einkaufen zum Erlebnis.

Anne Kuhbier verwies auf die Kundengruppe der DINKs (Double Income No Kids), die aktiv genießen und sich etwas gönnen. Familien dagegen sieht sie seltener. Die Inhaberin der Latztruhe ergänzte aus dem Publikum, das für viele Familien die Fahrt in die Innenstadt zu teuer ist – sowohl mit den öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto.  Aber bestimmte Aktionen sind auch für Familien ein Magnet.

Auch Bianca Schweiger schilderte: „Die Leute konsumieren bewusster.“ Man sollte das Besondere bieten. So konnte sie als Caterer wellknown pleasures mit Popup Events wie Tapas- und Ramenabende oder Brunches im Lamm die Menschen begeistern. Mit der Eröffnung ihres eigenen Cafés hörte sie erst kritische Stimmen – ein veganes Konzept in Augsburg? Doch der Ansturm war groß und das Café am ersten Tag restlos ausverkauft.

Für alle war klar: Events locken in die Innenstadt. Damit unterstützen sie die Aufmerksamkeit für die Geschäfte – und stärken den lokalen Einkauf und die Gastronomie. 

Gemeinschaft wirkt – nicht Konkurrenz

Ein großes Thema: Kooperation mit Partnern. Die Beispiele zeigten, wie stark gemeinsame Aktionen wirken. So kooperiert Eckerle u.a. mit dem FCA, der Kasladen mit einem Weinhändler oder Café Flora mit anderen Gastronomien und Influencern. Das schafft Reichweite, erzeugt Sichtbarkeit und erreicht neue Zielgruppen.

Solche Aktionen ziehen Menschen in die Innenstadt, schaffen Awareness – auch über Social Media. Lokale Vernetzung schafft sichtbar Mehrwert: Man unterstützt sich gegenseitig, anstatt im Wettbewerb zu stehen.

Vision für die Zukunft

Beim Blick nach vorn kamen klare Wünsche:

– Die Innenstadt soll wieder ein Ort der Begegnung werden.
– Viele kleine, individuelle Läden sollen in die Stadt einzigartig machen.
– Kooperationen, gelebte Zusammenarbeit und Netzwerke sind der Schlüssel.

Im direkten Austausch unter den Teilnehmenden im Anschluss wurde spürbar: Die Community wächst zusammen. Händler:innen sehen sich nicht als Konkurrent:innen, sondern als Partner:innen mit gemeinsamen Zielen.

Ein Abend mit ehrlichen Einblickenmutigen Ideen und konkretem Zusammenhalt. Genau so entsteht Zukunft – nicht solo, sondern gemeinsam.

Bleibt dran – wir halten euch auf dem Laufenden über nächste Aktionen, erfolgreiche Projekte und neue Kooperationen aus Augsburg. Gemeinsam gestalten wir eine lebendige Innenstadt!

 

Fotos: Nora Klimm, Augsburg Marketing

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Verfasst von Anne Matern

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