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Melanie Fuchs: Verantwortung übernehmen, Verbindung halten

Von der Ausbildung zur Geschäftsführung der BARMER in Augsburg: Melanie Fuchs ist in einem Unternehmen gewachsen und hat dabei ihren eigenen Zugang zu Führung entwickelt. Zuhören, weibliche Perspektiven sichtbar machen, Menschen zusammenbringen – diese Themen beschäftigen sie im Beruf, im Netzwerk und als Tanztrainerin. Ein Porträt zu »MENSCH MONTAG« #104.

Der 1. August ist für Melanie Fuchs ein Datum mit besonderer Bedeutung. 2013 beginnt sie an diesem Tag ihre Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen bei der BARMER. Genau zehn Jahre später begrüßt sie in Augsburg drei neue Mitarbeiter:innen im Vertrieb. Diesmal als Geschäftsführerin.

In einem öffentlichen Beitrag zu diesem Jubiläum bedankt sie sich bei den Menschen, die sie auf ihrem Weg begleitet haben. Sie schreibt von Unterstützung und von dem Vertrauen, das andere ihr entgegengebracht haben. Der eigene Aufstieg erscheint in diesem Rückblick als eine Geschichte, an der viele beteiligt waren.

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Das erzählt etwas über die Art, wie Fuchs ihre Karriere betrachtet. Sie hat eine Führungsposition erreicht und behält die Beziehungen im Blick, die ihren Weg möglich gemacht haben.

Eine Entscheidung mit Folgen

Nach der Ausbildung arbeitet Fuchs ab 2016 in der Kundenberatung. Sie lernt das Unternehmen über den direkten Kontakt zu Menschen kennen, die Rat und Unterstützung bei ihrer Krankenversicherung suchen.

2023 bekommt sie das Angebot, die Geschäftsführung in Augsburg zu übernehmen. Mit der Zusage verbindet sich eine weitere Entscheidung: Sie beendet ihr Studium, wie die Notizen zu »MENSCH MONTAG« festhalten. Über Studienfach und genaue Umstände geben die vorliegenden Informationen keinen Aufschluss. Klar ist, dass Fuchs ihren beruflichen Weg an dieser Stelle neu gewichtet und die angebotene Verantwortung annimmt.

Ihre Laufbahn bleibt über Jahre mit demselben Arbeitgeber verbunden. Innerhalb dieser Kontinuität verändern sich ihre Aufgaben grundlegend: von der Ausbildung über die Beratung zur Leitung.

Was sie unter Miteinander versteht

Dimitri Reimer trifft Fuchs für sein Porträt in der N8Stallung im Augsburger Schlachtquartier. Er beschreibt sie als reflektiert und aufgeschlossen. In seinen Notizen kehren drei Tätigkeiten wieder: sich austauschen, hinhören, verstehen.

Daraus lässt sich ihr Anspruch an das Miteinander ablesen. Unternehmenskultur interessiert sie als etwas, das Menschen im Kontakt miteinander gestalten. Auch in der Arbeitgeberdarstellung der BARMER tritt sie als junge Führungskraft auf; dort wird hervorgehoben, wie wichtig ihr die Balance zwischen Beruf und Privatleben ist.

Wie sie diesen Anspruch im Führungsalltag umsetzt, lässt sich anhand der öffentlich zugänglichen Quellen nur ausschnittsweise beurteilen. Ihre Themenwahl ist dagegen deutlich: Zusammenarbeit, Gesundheit und die Sichtbarkeit von Frauen gehören zu den Fragen, mit denen sie öffentlich auftritt.

Frauen sichtbar machen – und ihre Erfahrungen ernst nehmen

Bei femme.digitale in Augsburg beteiligt sich Fuchs 2023 an einem Programm, in dem weibliche Führungskräfte ihre Erfahrungen teilen. Neben ihr stehen unter anderem KUKA-Innovationschefin Ulrike Tagscherer und Patentrechtsanwältin Dr. Katharina Ernicke auf der Agenda. Fuchs übernimmt gemeinsam mit ihrer BARMER-Kollegin Alexandra Zielke außerdem einen Thementisch zur psychischen Gesundheit.

Die Veranstaltung verbindet persönliche Erfahrungen mit dem Austausch über Führung, Finanzen und Familie. Dass Fuchs dort sowohl über berufliche Erkenntnisse als auch über Mental Health spricht, zeigt, wie eng diese Bereiche in ihrem Engagement beieinanderliegen.

2026 setzt sie bei femme.digitale einen weiteren Schwerpunkt. Für das Gespräch mit Anahit Hagemann kündigt sie das Thema Female Health Gap an. Der Impuls trägt den Titel »Unsichtbare Unterschiede – Frauengesundheit neu gedacht«. Im Mittelpunkt stehen gesundheitliche Erfahrungen von Frauen und ihre Bedeutung für die Arbeitswelt.

Fuchs nutzt damit ihre berufliche Position, um Fragen aufzugreifen, die Menschen über ihren Arbeitsplatz hinaus betreffen. Ihr Engagement für weibliche Führung verbindet sich mit der Aufmerksamkeit für die Bedingungen, unter denen Frauen arbeiten und Verantwortung übernehmen.

Ein anderer Raum für Verantwortung

Außerhalb ihres Berufs trainiert Fuchs Kinder im Hip-Hop beim TSV Meitingen. Der Verein führt sie als Trainerin und als Kassierin der Turnabteilung.

Eine Tanzgruppe stellt andere Anforderungen als ein Team im Vertrieb. Gemeinsam sind beiden Aufgaben die Arbeit mit Menschen und die Verantwortung für ein Miteinander. Beim Training kommen Musik, Bewegung und das gemeinsame Lernen hinzu.

Die veröffentlichten Notizen schildern keine einzelne Trainingsstunde. Sie zeigen jedoch, dass Fuchs über ihren Beruf hinaus regelmäßig eine Aufgabe übernimmt, in der andere auf ihre Anleitung zählen. Das Ehrenamt gehört damit ebenso zu ihrem Porträt wie die Geschäftsführung.

Steine, Spiritualität und eine persönliche Antwort

Auf die Frage nach einer Eigenart antwortet Fuchs mit einem Wort: »Steine«. Mineralien und Edelsteine begleiten sie als Schmuck und in ihren Wohnräumen. Sie verbindet damit Energie und persönliche Bedeutung. Auch Spiritualität gehört zu ihrem Leben.

Diese Vorliebe gibt dem Porträt eine individuelle Kontur. Neben beruflichen Entscheidungen und öffentlichem Engagement stehen Dinge, die ihr persönlich wichtig sind: Wahrnehmung, Atmosphäre, Gegenstände, denen sie einen besonderen Wert zuschreibt.

Reimers Eindruck von der Begegnung führt die verschiedenen Seiten zusammen. Er lernt eine Frau kennen, die sich dafür interessiert, wie Menschen miteinander umgehen. Dieser Gedanke zieht sich durch ihre Arbeit bei der BARMER, ihre Netzwerkaktivitäten und ihr Engagement im Verein.

Als Fuchs 2023 auf ihre ersten zehn Berufsjahre zurückblickt, beginnt sie mit einem Dank. Inzwischen begrüßt sie selbst Menschen am Anfang ihres Weges. Für eine junge Führungskraft ist das eine konkrete Form von Verantwortung: die Unterstützung weiterzugeben, von der sie selbst profitiert hat.


Quellen

Überarbeitet von Anahit Hagemann, KI-unterstützte Recherche

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Verfasst von Dimitri Reimer

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