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Thomas Richter – Vom Musicaldarsteller zum Marketingmanager im Hotel Maximilian’s

Zwölf Jahre lang stand Thomas Richter auf der Bühne. Heute arbeitet er am Auftritt eines der bekanntesten Hotels in Augsburg. Sein Berufsweg führt vom Musical über eine Münchner PR-Agentur in die Hotellerie – und erzählt davon, wie aus einer unerwarteten Gelegenheit ein neues Kapitel werden kann.

Mit 17 Jahren verlässt Thomas Richter Oberammergau und zieht nach Hamburg. Hinter ihm liegt die Landschaft rund um die Zugspitze, vor ihm eine Ausbildung an der Stage School. Er will Musicaldarsteller werden. Ein Beruf, in dem die eigene Stimme, der Körper und die Präsenz zum täglichen Handwerkszeug gehören.

Zwölf Jahre lang werden wechselnde Bühnen sein berufliches Zuhause. Dann wechselt Richter in eine Münchner PR-Agentur und übernimmt die Arbeit als Showroom Manager. Als wenig später die Pandemie das öffentliche Leben und den Kulturbetrieb weitgehend stilllegt, hat er diesen Schritt bereits vollzogen. Rückblickend erweist sich der Zeitpunkt als günstig. Geplant haben lässt sich das kaum.

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Ein neuer Auftritt in Augsburg

Der nächste Wechsel beginnt mit etwas Alltäglichem: einem Social-Media-Beitrag. Richter ist das Pendeln leid, entdeckt eine berufliche Möglichkeit beim Hotel Maximilian’s und bewirbt sich. Aus dem Kontakt wird eine neue Aufgabe in Augsburg. Die offizielle Teamseite des Hauses führt ihn heute als Marketing Manager.

Damit arbeitet er für ein Hotel, dessen Geschichte mehr als 300 Jahre zurückreicht. Für die Kommunikation ist das ein reizvolles Spannungsfeld: Ein traditionsreiches Haus soll als gegenwärtiger Ort erlebbar werden, mit Zimmern, Gastronomie, Bar und Veranstaltungen. Menschen sollen sich vorstellen können, wie es sich anfühlt, dort anzukommen.

In einem vom Hotel veröffentlichten Film tritt Richter gemeinsam mit Commercial Director Jana Stritt auf. Beide geben Einblicke in das Haus und sein Verständnis von Gastlichkeit. Die persönliche Ansprache, die Aufmerksamkeit für die Wünsche der Gäste und die Atmosphäre des Aufenthalts stehen dabei im Mittelpunkt. Richter ist hier selbst Teil der öffentlichen Präsentation seines Arbeitgebers.

Seine Bühnenvergangenheit gibt diesem Auftritt eine zusätzliche Facette. Über konkrete Methoden seiner Marketingarbeit erzählt die ursprüngliche Begegnung wenig. Sichtbar wird jedoch ein beruflicher Weg, auf dem Darstellung und Kommunikation immer wieder eine Rolle spielen: im Musical, in der PR-Agentur und nun im Hotel.

Ein Haus mitten in der Stadtgesellschaft

Zu den öffentlich dokumentierten Begegnungen gehört auch die Wunschbaum-Aktion des Maximilian’s mit der KJF Augsburg. Im Dezember 2023 kamen mehr als 50 Geschenkpakete für Kinder und Jugendliche des Frère-Roger-Kinderzentrums zusammen. Hotelgäste und Augsburger:innen hatten Wünsche erfüllt, die am Baum in der Lobby hingen. Auf dem Foto der Geschenkübergabe ist auch Richter zu sehen, damals als Assistant Marketing Manager bezeichnet.

Die Aktion zeigt eine weitere Seite des Hauses: Die Lobby ist ein Ort, an dem Hotelbetrieb und Stadtgesellschaft zusammenkommen. Für Richter wird sie auch zum Schauplatz des Porträts. Dort empfängt er den Fotografen Dimitri Reimer für die Reihe »MENSCH MONTAG«, deren Folge über Thomas Richter erschienen ist.

Reimer beschreibt ihn als liebenswert und charismatisch. Besonders bleibt ihm die Leichtigkeit der Begegnung in Erinnerung. Das ist die persönliche Beobachtung eines Fotografen, der Menschen jenseits ihrer Berufsbezeichnung kennenlernen möchte.

Zum Leben Richters gehört außerdem seine Regenbogenfamilie. Sie hat ihren Platz in diesem Porträt, ohne dass aus ihr eine Erklärung für seine Karriere werden muss. Der ehemalige Musicaldarsteller, der Marketingmanager und der Familienmensch gehören zu derselben Biografie.

Mit 17 ging Richter nach Hamburg, um auf die Bühne zu kommen. Heute liegt sein berufliches Zuhause in Augsburg. Dazwischen stehen zwölf Jahre Theater, ein Wechsel in die PR und eine Bewerbung, die mit einem Beitrag im Netz begann. Ein Lebenslauf, dessen nächste Richtung sich unterwegs ergeben hat – und den Richter mit jedem Wechsel selbst weitergeschrieben hat.

Quellen

Überarbeitet von Anahit Hagemann, KI-unterstützte Recherche

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Verfasst von Dimitri Reimer

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