Es war der Herbst 2024, Rocket Pitches in der Feuerwehrerlebniswelt in Augsburg. Mein erstes Event als Partnerin bei NETZ & WERK, und ich war vor allem da, um reinzukommen und zu unterstützen. Was mir geblieben ist, hat nichts mit dem Ort zu tun, sondern mit der Stimmung zwischen den Menschen. Als der inhaltliche Teil vorbei war und die Gewinner feststanden, begann das Networking. Und ich spüre bis heute, wie beflügelnd dieser Abend war.
Die Gründerinnen und Gründer auf der Bühne brannten für ihre Ideen, und diese Energie hat sich übertragen, erst auf den Raum und dann in jedes Gespräch danach. Man hat sich ausgetauscht, Kontakte geknüpft und geschaut, wo etwas Gemeinsames entstehen kann. Die Gespräche lebten von echtem Interesse und der Lust, zusammen etwas aufzubauen, ganz ohne harten Vertrieb. Ich bin an diesem Abend motivierter rausgegangen, als ich reingekommen war.
Genau das nehme ich aus zwei Jahren bei NETZ & WERK mit: diese Community. Menschen, die etwas bewegen wollen, die innovativ sind und ihre Ideen umsetzen, statt sich in starren Strukturen einzurichten. Mit ihnen kommt man sofort ins Gespräch, weil es sofort um die Sache geht. Die Themen und Geschäftsideen waren oft sehr verschieden, und trotzdem war immer spürbar, dass alle auf einer Wellenlänge sind.
Räume zum Weiterdenken mit dem Mensch im Blick
In dieser Zeit durfte ich selbst gestalten. Ich habe Veranstaltungen konzipiert, organisiert und moderiert. Ob die Rocket Pitches, femme.digitale, Digitalks oder mein eingebrachtes Format lAIdies talk – im Kern ging es jedes Mal um dasselbe: Räume zu schaffen, in denen Menschen sich begegnen und gemeinsam weiterdenken.

Und damit bin ich bei dem, was meinen Mann und mich überhaupt zur Gründung von FINC Work gebracht hat. In dieser Community stand immer der Mensch im Mittelpunkt, und das ist mir gerade jetzt besonders wichtig. Viele bauen ein Business mit KI auf oder entwickeln die nächste App, und das ist großartig. Trotzdem braucht es weiterhin den Menschen, der die Idee hat, der entwickelt, der prüft und noch einmal draufschaut. Ideen und echte Innovation entstehen im Menschen, KI bleibt das Werkzeug dafür. Den Unterschied macht der Mensch. Und damit er seine Kreativität und seine beste Leistung einbringen kann, braucht er eine Arbeitswelt, die sich an seinen Bedürfnissen orientiert.
Wohin mich mein Weg nun führt
Dafür arbeite ich heute auf zwei Wegen. Mit meiner Marketingberatung unterstütze ich Mittelständler dabei, sichtbarer zu werden und zu zeigen, wofür sie stehen. Mit FINC Work begleiten mein Mann und ich Unternehmen und Führungskräfte hin zu einer bedürfnisorientierten Arbeitswelt, in der unterschiedliche Denk- und Arbeitsweisen ihren Platz haben. Wir setzen uns für Neurodiversität ein und schauen dabei besonders auf Menschen mit ADHS, Autismus und Hochbegabung. Denn diese sind Frühwarnmelder in einer überstrapazierten Arbeitswelt – sie geraten zuerst in Burnout und Depression, die anderen folgen. Gerade in Zeiten, wo die Anzahl der psychisch bedingten Krankentage steigt, ist Mental Health der Schlüssel zu gesunder Führung und Arbeitsweise. Oft beginnt das mit Aufklärung, mit einem ersten gemeinsamen Blick darauf, wie viel Potenzial in dieser Vielfalt steckt.
Mein Weg führt mich mit meiner Familie nun nach Dänemark. Die Rolle bei NETZ & WERK gebe ich ab, die Verbindung bleibt. Vieles lässt sich heute aus der Ferne weitertragen, und der Antrieb, den ich hier gespürt habe, reist ohnehin mit.
Danke an alle, mit denen ich diese Zeit gestalten durfte. Ihr habt mir gezeigt, wie viel entsteht, wenn Menschen sich auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam etwas bewegen wollen. Bleibt neugierig, bleibt verbunden, und lasst uns in Kontakt bleiben. Ich freue mich darauf zu sehen, was Ihr als Nächstes auf die Beine stellt.
Alle Gute und wir sehen uns!
Anne
PS: Wer mehr über Neurodiversität und Mental Health wissen möchte, abonniert unseren monatlichen FINC letter: finc-work.de/newsletter




