Eine Weltreise endet vorzeitig, eine Geschäftsidee nimmt Gestalt an: 2021 gründet Jonnelyn Egos in Augsburg KAPEKO. Mit einem Coffee-Bike beginnt sie im Wittelsbacher Park, ihr Angebot umfasst auch Kaffee-Catering für Messen, Firmenveranstaltungen und Workshops. Ein Porträt der Barista und Unternehmerin zu »MENSCH MONTAG« #103.
Im Wittelsbacher Park hat Jonnelyn Egos ihren Kaffee verkauft. Hier bekommt ihre Selbstständigkeit 2021 einen konkreten Ort. Als Dimitri Reimer sie später für »MENSCH MONTAG« fotografiert, treffen sie sich genau dort, wo ihr mobiles Kaffeeunternehmen seinen Anfang nahm.
Egos, die sich Jay nennt, bringt Erfahrung aus der Gastronomie mit. Sie hat als Store-Managerin bei Starbucks gearbeitet. Kaffee ist ihr Beruf und ihre Leidenschaft. Mit KAPEKO macht sie daraus ein eigenes Angebot – und entscheidet selbst, wie sie ihre Gäste bewirten möchte.
Eine abgebrochene Reise, ein neuer Anfang
Geboren wird Jay in Davao City auf den Philippinen. In Augsburg findet sie ein neues Zuhause. Zwischen der Arbeit bei Starbucks und der Gründung liegt eine Weltreise. Die Pandemie zwingt sie, diese vorzeitig zu beenden. In dieser Zeit wächst die Idee, sich mit Kaffee selbstständig zu machen.
2021 setzt sie den Plan um. Das Konzept ist mobil: Kaffee auf Rädern, zubereitet von einer Barista. Der Wittelsbacher Park wird zum Standort ihres Coffee-Bikes. Sie bringt die Kaffeezubereitung dorthin, wo sich Menschen aufhalten, spazieren gehen und ihre freie Zeit verbringen.
Auch der Name trägt etwas von ihrer Herkunft in sich. Nach der eigenen Unternehmensdarstellung bedeutet »Kape ko« auf den Philippinen »mein Kaffee«. Eine persönliche Leidenschaft bekommt einen Namen, unter dem Jay ihre Arbeit anbieten kann.
Der Schritt in die Selbstständigkeit baut auf ihrer bisherigen Erfahrung auf. Als Store-Managerin hat sie die Gastronomie aus einer verantwortlichen Position kennengelernt. Nun übernimmt sie die Verantwortung für ein eigenes Konzept: für das Produkt, den Service und den Kontakt zu ihren Kund:innen.
Eine Kaffeebar für den Messestand
Auf der KAPEKO-Website stellt sich Egos als Inhaberin und Barista vor. Das dort beschriebene Angebot richtet sich an Veranstalter:innen und Unternehmen: Barista-Service für Messen, mobile Kaffeebars für Firmenfeiern und Produktveranstaltungen sowie Workshops.
Darin steckt eine klare Dienstleistungsidee. Ein Unternehmen kann die Kaffeeversorgung für einen Anlass buchen und die Zubereitung einer Fachfrau überlassen. Jay bringt ihre gastronomische Erfahrung in unterschiedliche Umgebungen ein – an einen Messestand, zu einem Sommerfest oder in eine Veranstaltung.
KAPEKO beschreibt Kaffee dabei als Teil der Gastfreundschaft. Espresso, Cappuccino und Flat White gehören zum Angebot; für die Bohnen arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben mit ausgewählten Röstern zusammen. Zum handwerklichen Anspruch kommt die Aufgabe, Gäste willkommen zu heißen und den Service in den Ablauf einer Veranstaltung einzufügen.
In den Workshops wird die Zubereitung selbst zum Gegenstand. Die Teilnehmer:innen beschäftigen sich mit Espresso, dem Aufschäumen von Milch und Latte Art. Jay vermittelt dabei Wissen, das sonst hinter der Kaffeetheke bleibt.
Vom Coffee-Bike führt ihr Weg damit zu einem Angebot für unterschiedliche Anlässe. Die Fähigkeit, Kaffee zuzubereiten und Menschen zu bewirten, bleibt der Kern ihres Unternehmens.
Muay Thai, Meer und ein Mikrofon
Neben der Gastronomie gibt es weitere Welten, in denen Jay sich bewegt. Sie malt, surft und taucht. Besonders wichtig ist ihr Muay-Thai-Training, bei dem sie, wie die Porträtnotizen festhalten, Kraft schöpft.
Dazu kommt eine Geschichte, die ihren Mut auf eine persönliche Weise zeigt: Dreimal nimmt sie am Casting von »The Voice of Germany« teil. Eine zweite Runde erreicht sie jeweils nicht. Dreimal stellt sie sich also einer Situation, in der andere ihre Stimme beurteilen und über ihr Weiterkommen entscheiden.
Welche Enttäuschungen oder Erkenntnisse sie aus diesen Versuchen mitgenommen hat, ist in den Notizen offen. Ihr wiederholter Auftritt erzählt immerhin von der Bereitschaft, sich mit etwas zu zeigen, das ihr wichtig ist.
Diese Seite gehört zur Unternehmerin dazu. Jay sucht Erfahrungen im Sport, in der Kreativität und auf Reisen. Ihre Kaffeeleidenschaft wird schließlich zu dem Bereich, in dem sie einen eigenen beruflichen Weg einschlägt.
Was Gäste von ihr mitnehmen
Beim Treffen im Wittelsbacher Park erlebt Dimitri Reimer Jay als warmherzig und zugewandt, als einen Menschen, der ein Lachen mitbringt. Es ist sein persönlicher Eindruck von einer Frau, deren Beruf täglich Kontakt mit anderen verlangt.
Für einen Barista-Service ist diese Begegnung Teil der Arbeit. Die Tasse wird zubereitet und überreicht; jemand bestellt, fragt nach, wartet einen Moment. Handwerk und Aufmerksamkeit kommen dabei zusammen. Wie ein Gast diesen kurzen Austausch erlebt, hängt auch von dem Menschen hinter der Kaffeebar ab.
Der Park gibt Jays Geschichte einen konkreten Bezugspunkt. Hier hat sie ihre Idee in einen Arbeitsalltag übersetzt: Kaffee zubereiten, Kund:innen bedienen, für das eigene Angebot einstehen. Mit dem Service für Unternehmen und Veranstaltungen trägt sie dieses Handwerk in weitere Räume.
Aus der abgebrochenen Weltreise ist eine Gründung in Augsburg hervorgegangen. Jonnelyn Egos hat dafür etwas gewählt, das sie bereits kannte und liebte. Unter dem Namen KAPEKO macht sie es zu ihrer eigenen Sache.
Quellen
- Dimitri Reimer: bereitgestellte Notizen und »MENSCH MONTAG« #103 – Jonnelyn »Jay« Egos – Herkunft, Tätigkeit bei Starbucks, Weltreise, Gründung 2021, Coffee-Bike, persönliche Interessen und Eindruck vom Treffen.
- KAPEKO: »Über uns« – Selbstdarstellung als Inhaberin und Barista, Bedeutung des Unternehmensnamens, Messe-Service, Firmenveranstaltungen und Workshops.
- KAPEKO: »Brew & Serve« – Beschreibung des Barista-Angebots und Zusammenarbeit mit Röstern.
Überarbeitet von Anahit Hagemann, KI-unterstützte Recherche

