Augsburg entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen Treffpunkt für digitale Innovationen.
Mit der Sparkscon 2026 hat TEAM23 erneut bewiesen, dass hochkarätige Speaker, praxisnahe Einblicke und eine starke Community auch außerhalb der großen Tech-Metropolen zusammenfinden können.
Auf dem Gelände des Gaswerks Augsburg drehte sich einen Tag lang alles um Künstliche Intelligenz, digitale Transformation, User Experience, Leadership und Innovation. Auf mehreren Bühnen bot das Programm Vorträge, Panels, Workshops und Diskussionsrunden mit Expertinnen und Experten aus Unternehmen wie Red Hat, Fielmann, George Labs, SAP, Mercedes-Benz Consulting, Schöffel, Otto und vielen weiteren.
Was dabei besonders auffiel: Die Qualität der Vorträge war durchweg hoch. Jede Stage bot spannende Inhalte und unterschiedliche Perspektiven auf die digitale Zukunft. Besonders überzeugt hat mich jedoch die Innovation Stage, deren Programm hervorragend kuratiert war. Die Themen bauten sinnvoll aufeinander auf und sorgten für einen abwechslungsreichen Mix aus strategischen Impulsen, Praxisbeispielen und Zukunftsvisionen. Dafür ein großes Chapeau an die Organisatoren.
Open Source als Fundament moderner KI
Einer der spannendsten Vorträge kam von Jan Wildeboer (Red Hat) mit seinem Vortrag „Autonom(ie). Digital. Souverän.“
Besonders interessant war seine Sicht auf die Entwicklung moderner KI-Systeme. Während aktuell viele Unternehmen versuchen, eigene Modelle oder Agenten aufzubauen, sieht Wildeboer die größte Innovationskraft in der Zusammenarbeit. Open Source sei gerade im Zeitalter von KI wichtiger denn je. Die leistungsfähigsten Systeme entstehen häufig dort, wo Wissen geteilt und gemeinsam weiterentwickelt wird – nicht dort, wo jeder isoliert an seiner eigenen Lösung arbeitet.
Ebenso spannend war seine Einordnung des EU AI Acts. Europa übernimmt damit eine ähnliche Rolle wie bereits bei der DSGVO und setzt bewusst auf Transparenz, Verantwortung und ethische Leitplanken. Gerade in einer Zeit, in der sich KI rasant entwickelt, gewinnen solche Rahmenbedingungen zunehmend an Bedeutung.
Ein weiterer Gedanke blieb mir besonders hängen: Auch bei KI gilt weiterhin, dass spezialisierte Lösungen universellen „One-fits-all“-Ansätzen häufig überlegen sind. Die Zukunft liegt weniger in einem einzigen Modell für alles, sondern in intelligent zusammenspielenden Spezialisten.
Der Vortrag zeigte eindrucksvoll, dass Softwareentwicklung heute längst nicht mehr nur aus Code besteht. Politik, Ethik und gesellschaftliche Verantwortung werden immer stärker Teil technologischer Entscheidungen.

Leadership beginnt bei den Menschen
Einen völlig anderen, aber ebenso inspirierenden Blickwinkel bot Isabella Frey (George Labs) mit ihrem Vortrag „Was mir Claude & Co. vor fünf Jahren schon hätten sagen sollen – Leadership Learnings, die wirklich zählen.“
Anstatt ausschließlich über KI zu sprechen, rückte sie den Menschen in den Mittelpunkt.
Besonders spannend fand ich ihre Aussage, dass Unternehmen vor allem auf ihre „Zugpferde“ achten sollten. Menschen, die Verantwortung übernehmen und bereit sind, mehr als das Minimum zu leisten, treiben Innovationen voran und verdienen entsprechende Wertschätzung.
Dabei formulierte sie einen Gedanken, der zunächst provokant klingt:
Fair bedeutet nicht zwangsläufig gleich.
Wer zusätzliche Verantwortung übernimmt oder regelmäßig die berühmte Extrameile geht, sollte dafür auch Anerkennung erhalten. Gleichbehandlung aller Mitarbeitenden könne langfristig sogar Motivation verhindern.
Einer der stärksten Sätze ihres Vortrags lautete:
„Verantwortung beginnt dort, wo Zuständigkeit aufhört.“
Ebenso beeindruckend war ihre Definition guter Führung. Das Ziel einer Führungskraft sei nicht, unersetzlich zu werden, sondern ein Team aufzubauen, das auch ohne permanente Kontrolle erfolgreich arbeiten kann.
Auch beim Thema Wertschätzung zeigte sie einen interessanten Ansatz. Persönliche Aufmerksamkeit ist oftmals wertvoller als hohe Geldbeträge. Ein individuell ausgewähltes Geschenk mit persönlichem Bezug kann mehr Wirkung entfalten als ein teures Standardpräsent.
Fielmann zeigt, wie KI den Handel verändert
Praxisnah wurde es beim Vortrag von Stefan Wolk, CDO von Fielmann.
Er zeigte eindrucksvoll, wie selbstverständlich künstliche Intelligenz inzwischen in den Arbeitsalltag integriert wird.
KI unterstützt das Unternehmen heute unter anderem bei:
- der Schichtplanung,
- der Ressourcenverteilung,
- Prognosen stark frequentierter Tage,
- der Analyse wiederkehrender Kundenmuster.
Dadurch können Mitarbeitende effizienter eingesetzt und Kundenerlebnisse verbessert werden.
Auch der digitale Service entwickelt sich stetig weiter. Immer mehr Beratungsleistungen lassen sich online vorbereiten und ergänzen damit das klassische Filialgeschäft.
Am meisten beeindruckte mich jedoch eine Aussage aus seinem Vortrag:
Die besten Prompts entstehen direkt in den Filialen.
Nicht die IT-Abteilung kennt die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden am besten, sondern die Mitarbeitenden vor Ort. Sie erleben täglich die Fragen, Wünsche und Herausforderungen der Menschen und können dieses Wissen direkt in die Entwicklung intelligenter KI-Lösungen einbringen.
Ein schönes Beispiel dafür, dass erfolgreiche Digitalisierung immer dann entsteht, wenn Technologie und Fachwissen eng zusammenarbeiten.
TEAM23 lebt den eigenen Anspruch
Was die Sparkscon zusätzlich auszeichnete, war die starke Präsenz des Veranstalters selbst. TEAM23 organisierte die Veranstaltung nicht nur, sondern brachte auch zahlreiche eigene Speaker auf die Bühnen.
Mitarbeitende aus unterschiedlichen Bereichen gaben praxisnahe Einblicke in Themen wie User Experience, Softwareentwicklung, digitale Produkte und Marketing. Dadurch entstand ein authentischer Wissenstransfer, der Theorie und Praxis sinnvoll miteinander verband.

Mehr als nur Vorträge
Neben den inhaltlichen Highlights überzeugte die Veranstaltung auch organisatorisch.
Gerade an einem heißen Sommertag fiel die ausgezeichnete Versorgung der Gäste positiv auf. Über das Gelände verteilt standen ausreichend Getränkestationen bereit, das gastronomische Angebot war abwechslungsreich und hochwertig. Dadurch entstand eine entspannte Atmosphäre, in der sich die Besucherinnen und Besucher ganz auf den Austausch konzentrieren konnten.
Auch die angebotenen Workshops waren hervorragend besucht. Überall wurde diskutiert, Fragen gestellt und gemeinsam an Ideen gearbeitet. Genau dieser offene Wissensaustausch machte den besonderen Charakter der Veranstaltung aus.
Mindestens genauso wertvoll waren die zahlreichen Gespräche zwischen Unternehmen, Start-ups, Studierenden und Expertinnen und Experten. Neue Kontakte wurden geknüpft, Erfahrungen geteilt und Kooperationen angestoßen. Solche Formate stärken nicht nur den Innovationsstandort Augsburg, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur digitalen Vernetzung weit über die Region hinaus.
Digitalisierung für die Stadt: Augsburg bekommt eine smarte Bürger-App
Ein weiteres spannendes Projekt wurde von TEAM23 gemeinsam mit der Stadt Augsburg vorgestellt. Aktuell arbeitet die Agentur an einer App, die das Stadtleben digital bündeln soll.
Das Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger zentral über Veranstaltungen, Angebote und aktuelle Entwicklungen in Augsburg zu informieren. Über intelligente Push-Benachrichtigungen sollen Nutzerinnen und Nutzer künftig genau die Informationen erhalten, die für sie relevant sind – anstatt sich diese mühsam auf verschiedenen Webseiten oder Social-Media-Kanälen zusammensuchen zu müssen.
Der Ansatz zeigt sehr gut, wohin sich moderne digitale Verwaltung entwickelt: weg von einer reinen Informationsplattform, hin zu einem persönlichen digitalen Begleiter für den Alltag. Gerade auf kommunaler Ebene bieten solche Anwendungen großes Potenzial, um Informationen schneller zugänglich zu machen und die Interaktion zwischen Stadt und Bevölkerung zu vereinfachen.
Für mich war dieses Projekt ein schönes Beispiel dafür, dass Digitalisierung nicht nur Unternehmen effizienter macht, sondern auch den Alltag der Menschen unmittelbar verbessern kann.

Fazit
Die Sparkscon 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Diskussion rund um Künstliche Intelligenz inzwischen eine neue Reife erreicht hat.
Es geht längst nicht mehr ausschließlich um neue Modelle oder leistungsfähigere Tools. Vielmehr stehen Fragen nach Verantwortung, Zusammenarbeit, Unternehmenskultur und konkretem Mehrwert im Mittelpunkt.
Besonders beeindruckt hat mich die konsequent hohe Qualität der Vorträge über sämtliche Bühnen hinweg sowie die professionelle Organisation durch TEAM23. Von den Speakerinnen und Speakern über die Workshops bis hin zur Verpflegung und den zahlreichen Networking-Möglichkeiten war spürbar, wie viel Liebe zum Detail in dieser Veranstaltung steckt.
Mein persönliches Highlight blieb die Innovation Stage, deren Programm mich über den gesamten Tag hinweg begeistert hat.
Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Sparkscon und möchte mich herzlich bei TEAM23 sowie allen Beteiligten für diese gelungene Veranstaltung bedanken. Formate wie dieses zeigen eindrucksvoll, welches Innovationspotenzial in Augsburg steckt – und wie wichtig der Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie für die digitale Zukunft Deutschlands ist.
