Zwischen Garn, Stoffen und Nähmaschinen ist Magnus Trinkwalder aufgewachsen. Das Familienunternehmen manomama gehört zu seiner Biografie, lange bevor er dort selbst arbeitet. Heute bewegt er sich durch die Produktionshallen als Mitarbeiter, Mitdenker und Teil einer neuen Generation, die Fragen nach Arbeit, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung miteinander verbindet.
Sein Weg in den Betrieb verläuft direkt. Nach der Berufsschule für Medienberufe entscheidet er sich gegen ein Studium und für den Einstieg ins Familienunternehmen. Eine Zusatzqualifikation am Griffith College Dublin erweitert seinen kaufmännischen und internationalen Blick. Heute arbeitet er in Vollzeit im Marketing von manomama.
Einsteigen, wo Entscheidungen entstehen
Der Schritt in den Familienbetrieb ist eine bewusste Entscheidung. Trinkwalder bringt Erfahrungen aus Medien und kaufmännischer Weiterbildung mit und setzt sie dort ein, wo die Geschichte, Produkte und Haltung des Unternehmens nach außen vermittelt werden.
Manomama steht für eine Textilproduktion, die soziale und ökologische Fragen mit unternehmerischer Praxis verbindet. Auf der Unternehmensseite wird Trinkwalder als nächste Generation beschrieben, die nach seiner Ausbildung in den Betrieb einsteigt und sich mit handwerklicher Qualität sowie einer passenden Zielgruppe beschäftigt.
Marketing bedeutet in diesem Umfeld mehr als Produktkommunikation. Es muss erklären, unter welchen Bedingungen Kleidung entsteht, welche Menschen daran beteiligt sind und welchen Anspruch ein Unternehmen an seine Lieferketten stellt. Trinkwalder arbeitet damit an einer Schnittstelle zwischen Betrieb, Öffentlichkeit und Haltung.
Nachhaltigkeit als Arbeits- und Gesellschaftsfrage
Nachhaltigkeit ist für Trinkwalder ein praktisches Thema. Er möchte sie leben, Menschen eine Chance geben und Beteiligung ermöglichen. Diese Anliegen stehen im Zusammenhang mit manomamas sozialunternehmerischem Ansatz und prägen zugleich sein eigenes politisches Engagement.
Im Frühjahr 2025 erhielt er von der Grünen Jugend Augsburg ein Votum für die Aufstellung zur Kommunalwahl 2026. Zu seinen genannten Themen gehörten ein vielfältigerer Einzelhandel, autofreie Zonen und mehr Sozialwohnungen.
Als Sprecher der Grünen Jugend Augsburg vertritt er den Verband nach außen. Die Organisation führt ihn mit 21 Jahren im Vorstand; seine Schwerpunkte werden mit sozialer Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftspolitik verbunden.
Haltung braucht Öffentlichkeit
Trinkwalder nutzt seine Stimme auch bei politischen Konflikten. Im September 2025 erklärte er für die Grüne Jugend Augsburg die Kritik an der Tierhaltung im Zoo und begründete die Forderung nach einer tierleidfreien Bildungsstätte. Im April 2026 äußerte er sich als Sprecher zur Debatte um das Alternative Jugendzentrum Augsburg und zum Schutzbedürfnis junger Menschen.
Sein Engagement zeigt eine Form von Politik, die konkrete Orte und Lebensbereiche in den Blick nimmt: den Einzelhandel, das Wohnen, den Verkehr, den Tierschutz und die Frage, welche Räume jungen Menschen offenstehen. Die Verbindung zur Wirtschaft entsteht dabei aus seiner täglichen Arbeit. Er kennt ein Unternehmen von innen und bringt wirtschaftliche Fragen in eine politische Debatte ein.
Debattieren, erklären, widersprechen
Auch der Debattierclub gehört zu den Feldern, in denen Trinkwalder seine Argumentationsfähigkeit schärft. Debattieren verlangt, Positionen zu prüfen, Gegenargumente auszuhalten und Gedanken verständlich zu formulieren. Diese Fähigkeiten helfen in der politischen Arbeit ebenso wie im Marketing.
Dimitri Reimer erlebt ihn in den Werkshallen von manomama als schlagfertig, selbstbewusst, laut, frech und zielorientiert. Die Beschreibung verweist auf eine Persönlichkeit, die sich Raum nimmt und ihre Perspektive klar formuliert. Trinkwalder wirkt dabei wie jemand, der Verantwortung als unmittelbare Aufgabe versteht: sehen, was ansteht, sich einbringen, eine Position entwickeln.
Die nächste Generation im Familienunternehmen
Die Geschichte von manomama wird häufig mit der Gründerin Sina Trinkwalder verbunden. Magnus Trinkwalder bringt eine andere Perspektive in das Unternehmen ein: Er ist in der Welt des Betriebs groß geworden und arbeitet nun aktiv an seiner Zukunft mit.
Sein Weg führt über Medien, internationale kaufmännische Weiterbildung, Marketing und politische Organisation. Diese Stationen stehen eng nebeneinander. Sie verbinden Kommunikation mit wirtschaftlicher Praxis und gesellschaftlicher Einmischung.
Magnus Trinkwalder geht seinen beruflichen Weg ohne langen Umweg. Er studiert nicht, um später Verantwortung zu übernehmen, sondern steigt direkt dort ein, wo er seine Fähigkeiten einsetzen kann. Seine politische Arbeit erweitert diesen Weg um eine öffentliche Dimension. Aus dem jungen Mitarbeiter im Familienunternehmen wird ein Mitgestalter, der sich einmischt, Fragen stellt und für seine Vorstellungen einsteht.
Quellen
- Dimitri Reimer: bereitgestellte Notizen und »MENSCH MONTAG« #123 – Magnus Trinkwalder – Biografie, Ausbildung, Einstieg bei manomama, politische Aktivitäten, Debattierclub und persönlicher Eindruck.
- manomama: Geschichte – Einstieg von Magnus Trinkwalder in das Familienunternehmen und seine Rolle in der nächsten Generation.
- Grüne Jugend Augsburg: Vorstand – Alter, Funktion als Sprecher und politische Schwerpunkte.
- Grüne Jugend Augsburg: Voten für die Kommunalwahl 2026, 15. März 2025 – Themen und politische Unterstützung für Magnus Trinkwalder.
- Grüne Jugend Augsburg: Stellungnahme zum Augsburger Zoo, 1. September 2025 – politische Positionierung und Zitate.
- Human Resources Manager: »So gelingt soziales Unternehmertum«, 3. Juli 2026 – Ausbildung und Einstieg bei manomama.
- Augsburger Allgemeine: Anti-AfD-Jeans von manomama, 11. Juni 2026 – öffentliche Resonanz auf ein gemeinsames Projekt von Sina und Magnus Trinkwalder.
Überarbeitet von Anahit Hagemann, KI-unterstützte Recherche

